Schimmel und Asthma

Die Hinweise für eine Kausalität zwischen Schimmel und Asthma sind in den letzten Jahren mehr als deutlich geworden. Die Forschung kann in diesem Bereich bisher jedoch noch nicht solche Erfolge verzeichnen, wie bei dem Thema Pollen und Asthma. Bekannt ist jedoch, dass das Einatmen von Schimmelpilzsporen sowohl in der freien Natur als auch in Innenräumen, eine zentrale Bedeutung für die Diagnose Asthma hat. So sind besonders Allergiker und Kinder betroffen. Ein Anfall erfolgt in der Regel wenige Minuten nach dem Einatmen einer erhöhten Sporenkonzentration in der Luft. Andere allergische Reaktionen können sich dagegen auch erst einige Stunden bis 2 Tage nach Kontakt mit dem Schimmel äußern.

 

Asthma bei Kindern – Gefahr durch Schimmel

Die Atemwegserkrankung zählt mit zu den häufigsten chronischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Rund 8-10 % aller Personen dieser Altersgruppe sind betroffen. Atemnot, Husten und Engegefühl in der Brust sind die Hauptsymptome dieser entzündlichen Veränderungen der Bronchien. Statistiken belegen, dass die Gefahr an Asthma bronchiale zu erkranken, in schimmelpilzbelasteten Räumen erhöht ist. So erkranken Kinder und Jugendliche, die regelmäßigen Kontakt mit Schimmel haben, ungefähr 1,5 bis 3,5 Mal so häufig an Asthma wie ihre Altersgenossen. Nur durch eine dauerhafte Vermeidung von Schimmel in der Wohnung und einer fachmännischen Früherkennung und Diagnostik von Ärzten kann eine erfolgreiche Behandlung dieser Erkrankung erfolgen.

Kann jeder Schimmel Asthma verursachen?

Heutzutage sind über 100 unterschiedliche Schimmelpilzarten bekannt, die mit allergischen Reaktionen beim Menschen in Zusammenhang gebracht werden können. Besonders die Arten der Gattungen Aspergillus, Alternaria, Cladosporum und Penicillium sind für Erkrankungen an Asthma verantwortlich zu machen. Untersuchungen haben ergeben, dass die meisten Sensibilisierungen bei empfindlichen Personen gegen die Schimmel Alternaria und Cladosporum bestehen. In Deutschland werden die höchsten Sporenbelastungen der Luft in den Sommer- bzw. Herbstmonaten gemessen. Eine genaue Diagnose ist oft schwierig, da meist Ko-Sensibilisierungen gegen andere Gräserpollen bestehen. So ist auch häufig in feuchten Wohnungen nicht in erster Linie der sichtbare Schimmel für Atemwegserkrankungen verantwortlich zu machen, sondern Hausstaubmilben, die ein ähnliches Milieu wie Schimmel bevorzugen.

Was tun bei Asthma durch Schimmel?

In jedem Fall sollte anhand eines Allergietests eine genaue Diagnose über einen Facharzt gestellt werden. Je früher Asthma – vor allem bei Kindern – medikamentös behandelt wird, desto höher ist der Erfolg der Therapie. Wird die Entzündung der Bronchien durch Sporen in der Außenluft verursacht, so sind Aktivitäten an der frischen Luft besonders in den Monaten Juli und August zu vermeiden. Besteht der Verdacht von Schimmelpilzen in Innenräumen, so kann über eine individuelle Schimmelpilzanalyse Gewissheit erlangt werden. Schimmel sollte gewissenhaft entfernt und im Anschluss auch die  Zimmerpflanzen entsorgt werden.

 

Quelle:http://www.schimmelpilz-fachzentrum.de/gefahren/gesundheitsgefahren-durch-schimmel/schimmel-und-asthma